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Romane
Dein Gesicht morgen. 3 Gift und Schatten und Abschied
Übersetzt von Elke Wehr und Luis Ruby
Erschienen bei Klett-Cotta, 726 Seiten, ISBN: 978-3-608-93716-9
Inhalt:
Jaime Deza arbeitet für eine Sondereinheit des britischen Geheimdienstes, darauf spezialisiert, die Gesichter seiner Mitmenschen zu dechiffrieren, um daraus ihr Handeln vorherzusagen.
Er kehrt von London nach Madrid zurück, um die eigene Familie zu beschützen und dabei auszuspionieren. Und er muss entdecken, dass uns Gewalt und Verrat, selbst an den Nächsten, eingeimpft sind wie ein Gift.
»Gift und Schatten und Abschied« ist eine philosophisch verspielte Spionagegeschichte, in der Javier Marías voll Spannung und Witz die großen Themen – Freiheit und Verantwortung, Wissen, Macht und Gewalt – erkundet. Und dabei einen kaleidoskophaften Blick auf ein Jahrhundert voller Irrungen und Verheerungen wirft. Es ist das fulminante, lang erwartete Finale seiner Trilogie, ein Gipfelwerk der Weltliteratur.
Rezensionen:
Das Vertrauen, der Verrat und die Schuld
Erschienen in Tagesanzeiger, 04.03.2010
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Das-Vertrauen-der-Verrat-und-die-Schuld/story/13269796
Letzter Teil der Roman-Trilogie
Kulturradio, 01.03.2010
http://www.kulturradio.de/rezensionen/buch/2010/javier_mari_as___dein.html
Dein Gesicht morgen. 2 Tanz und Traum
Übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 400 Seiten, ISBN: 3-608-93715-3
Inhalt:
"Wollte Gott, daß niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, weder um einen Rat noch um einen Gefallen …", so beginnt "Tanz und Traum", der zweite Band von "Dein Gesicht morgen", in dem wir die weitere Geschichte von Jaime Deza erfahren, jenes Spaniers, der für den englischen Geheimdienst oder dessen Sondereinheit MI6 arbeitet und dessen Aufgabe darin besteht, vorherzusehen, wie sich jemand in Zukunft verhalten wird oder auch zu erkennen, wie sein Gesicht morgen sein wird.
"Tanz und Traum" läßt uns abermals in die betörende Prosa seines Autors eintauchen und bringt uns zum Nachdenken über viele Dinge, von denen wir glauben, daß wir sie "ungewollt" tun, bis hin zu den gewalttätigsten, und von denen wir am Ende überzeugt sind, daß sie "kaum zählen", und sogar, daß sie niemals getan wurden.
Rezensionen:
Sind das Menhire, gnädige Frau, oder Stalaktiten?
Erschienen in der FAZ, 15.03.2006
http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E4DD1AAA9F03B4F56A977E24CB1621D84~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Dein Gesicht morgen. 1 Fieber und Lanze
Übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 489 Seiten, ISBN: 3-608-93636-X
Inhalt:
"Man sollte niemals etwas erzählen ...", beginnt Jaime seine Geschichte. Aber er wird genau das Gegenteil tun: Er wird alles erzählen. Er wird vom britischen Geheimdienst erzählen und von dessen Sondereinheit MI6. Jaime Deza, der vor vielen Jahren in Oxford unterrichtet hat, kehrt nach England zurück. Dort entdeckt er, daß sein ehemaliger Mentor, Sir Peter Wheeler, Mitglied dieses Geheimdienstes ist und daß er ebenfalls über eine bestimmte Gabe verfügt: Er kann sehen, wie ein Mensch sich später verhalten wird, er kann erkennen, wie das Gesicht morgen sein wird, er weiß, wer ein Verräter sein wird und wer loyal. Javier Marías verfolgt hier mehr denn je einige seiner bereits klassischen Themen: das unergründliche Wesen der Menschen, Segen und Fluch von Reden und Schweigen, und was wir alle vom ersten Augenblick an in anderen erkennen können - was aber nur wenige wahrhaben wollen.
Rezensionen:
Vertrauen und Verrat
Erschienen beim Deutschlandfunk, 05.01.2005
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/337382/
Theater der Gedanken
Erschienen in Berliner Zeitung, 30.12.2004
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/1230/literatur/0014/index.html
Hommage an den Vater
Buchvorstellung beim Hessischen Rundfunk, 14.12.2004
http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=42818&key=standard_rezension_36013954
Kopfroman
Erschienen im Kölner Stadt-Anzeiger, 11.12.2004
http://www.ksta.de/html/artikel/1101996328307.shtml
Wer die Gedanken liest, gewinnt den Krieg
Erschienen in Netzeitung
http://www.netzeitung.de/buecher/rezensionen/305166.html
"Dein Gesicht morgen"
Erschienen in Süddeutsche Zeitung, 20.09.2004
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/589/39550/
3sat auf der Buchmesse 2004
http://www.3sat.de/kulturzeit/specials/70795/index.html
Sätze ohne Ufer
Erschienen in der taz, 11.09.2004
http://www.taz.de/pt/2004/09/11/a0298.nf/text.ges,1
Geheime Botschaft des Gesichts
Erschienen in Münchner Merkur, 28.08.2004
http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/geheime-botschaft-gesichts-163399.html
Scherben, überall Scherben
Erschienen in Die Welt, 28.08.2004
http://www.welt.de/print-welt/article336807/Scherben_ueberall_Scherben.html
Schwarzer Rücken der Zeit
Übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 377 Seiten, ISBN: 3-608-93508-8
Erschienen im dtv, 368 Seiten, ISBN 3-423-13018-0
Inhalt:
Verfasser und Erzähler einer Geschichte werden nicht selten verwechselt, vor allem, wenn eine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird und Erzähltes sich scheinbar mit den Lebensspuren des Autors deckt. Dies geschah Javier Marías mit seiner Oxford-Satire ›Alle Seelen‹. Doch in Wahrheit waren bis auf einen wenig bekannten Dichter alle Figuren frei erfunden. Ein Beweis für die Macht der Fiktion, ohne ein reales Vorbild Wirklichkeit zu schaffen. -
Um diesen Gedanken kreist das neue Werk des berühmten spanischen Romanciers, der darin mit viel Ironie und Witz die Puzzlesteine der realen Vorbilder seiner Romangestalten zusammensucht und wie ein Detektiv ihre abenteuerlichen Lebensläufe weiterverfolgt. Doch Marías täuscht dem Leser nur vor, erzählerisch die Grenzen zwischen Realität und Fiktion erklären zu wollen.
Schließlich hat bei Marías Literatur, das Jonglieren mit Fakten, Erinnerungen und Imaginationen, vor allem spielerischen Charakter. Und so weiß man als Leser am Schluß denn auch nicht, ob ›Schwarzer Rücken der Zeit‹ nicht selbst möglicherweise eine subtile Fälschung darstellt und man wieder einmal Marías' großer Kunst der Verstellung aufgesessen ist.
Rezensionen:
Amüsieren auf höchstem Niveau
Erschienen in literaturkritik.de, Nr. 2, Februar 2001
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=3212&ausgabe=200102
Morgen in der Schlacht denk an mich
Übersetzt von Carina von Enzenberg und Hartmut Zahn
Erschienen bei Klett-Cotta, 430 Seiten, ISBN: 3-608-93688-2
Erschienen im dtv, 416 Seiten, ISBN 3-423-12637-X
Inhalt:
Sie ist noch nicht 33, hat sowohl Mann als auch einen zweijährigen Sohn sowie ein paar außereheliche Verhältnisse. Als Martas Mann für ein paar Tage in London ist, lädt sie Víctor in ihre Wohnung ein. Noch bevor sie beide vollständig entkleidet sind, stirbt Marta unvermittelt in Víctors Armen. Das Zögern, den Ehemann zu benachrichtigen, die Furcht, die Tote und den kleinen Jungen einfach so in der Wohnung zu lassen, die Scham, Martas Ruf durch seine Existenz zu beschädigen - all das überfordert Víctor. Er flüchtet ...
Rezensionen:
Jetzt auch mit Krone
Erschienen in Berliner Zeitung, 07.02.1998
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0207/magazin/0007/index.html
Die Liebe als Spuk
Erschienen in Die Zeit, 05/1998
http://www.zeit.de/1998/05/marias.txt.19980122.xml
Mein Herz so weiß
übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 363 Seiten, ISBN: 3-608-93386-7
Erschienen im dtv, 352 Seiten, ISBN 3-423-12507-1
Inhalt:
Eine junge Frau erhebt sich vom Tisch, geht ins Bad, knöpft ihre Bluse auf und erschießt sich. Diese dunkle Szene, von der der Ich-Erzähler nur gehört hat, läßt ihm keine Ruhe mehr. Die junge Frau war seine Tante, die Schwester seiner Mutter, die Frau, die sein Vater vor seiner Mutter geheiratet hatte. Vierzig Jahre später ist der Erzähler selbst verheiratet. Dunkle Vorahnungen und nebensächliche Ereignisse beunruhigen ihn. Der Ich-Erzähler ist Dolmetscher und leidet an einer "déformation professionelle", die ihn dazu zwingt, jedes Detail zu registrieren und zu interpretieren: die kleinen, scheinbar unbedeutenden Dinge im Leben zu zweit und auch jene Details, die ihm nach und nach mehr über die Ereignisse vor seiner Geburt verraten, als ihm lieb ist.
Rezensionen
Das Wort, das morden kann
Erschienen in Berliner Zeitung, 27.07.1996
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0727/kultur/0018/index.html
Eine Geschichte über die Liebe - als sei's das erste Mal
Erschienen in Hamburger Morgenpost, 10.04.2003
http://archiv.mopo.de/archiv/2003/20030410/plan7/buecher_charts/hmp2003040916395160.html
Alle Seelen
übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 276 Seiten, ISBN: 3-608-93678-5
Erschienen im dtv, 288 Seiten, ISBN 3-423-12575-6
Inhalt:
Bevor er fuhr, hatte man ihn gewarnt, daß in Oxford das einzig Wichtige die erotischen Phantasien seien.
Da kommt also ein junger Spanier als Gastdozent nach Oxford, ins Paradies der Solisten, und macht die Erfahrung, wie einsam man sich in einer geschlossenen Gesellschaft fühlen kann. Um emotional nicht zu verhungern, beginnt er eine Affäre mit der verheirateten Dozentin Clare, in deren Blicken er bei einem grotesken Dinner seine eigene Kindheit wiederfindet. Doch erst in ihrer letzten gemeinsamen Nacht enthüllt sie ihr Geheimnis Javier Marías' Campus-Roman ist eine absurde Komödie; der Protagonist: Oxford selbst.
Der Gefühlsmensch
Übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 189 Seiten ISBN: 3-608-93437-5
Inhalt:
"Eine Liebesgeschichte, in der die Liebe weder sichtbar ist noch lebt, sondern angekündigt und erinnert wird." Javier Marías Ein berühmter Opernsänger, der "Löwe von Neapel", studiert in Madrid den "Otello" von Verdi ein. Und dabei erinnert er sich an eine Geschichte, die vor vier Jahren passiert ist. Ihre Protagonisten sind die geheimnisvolle, schwermütige Natalia Manur; ihr Ehemann, der Banker Manur; der durch nichts zu erschütternde, beflissene Dato, ein Begleiter von Berufswegen. In ihrem Dunstkreis bewegen sich einige weitere Personen: eine hastige Hure, eine abgetakelte Opernsängerin, ein skrupulöser Witwer, eine alte Liebe.
Es ist die Geschichte einer Leidenschaft, die bis zum Äußersten getrieben wird; die Geschichte eines Gefühlsmenschen, der ein Künstler oder ein Philosoph zu sein scheint, im Gegenteil jedoch ein Mann der Tat ist.
In diesem Roman einer flammenden Liebeserklärung spart der Erzähler nicht mit Ironie und sanftem Spott über seine Helden, die er aber dennoch ernst nimmt, während der Erzählrhythmus sich bis zum unerwarteten Schluß mehr und mehr steigert.
Rezensionen:
Ein Streichholz im Pulverfass
Erschienen in Hamburger Abendblatt, 15.04.2003
http://www.abendblatt.de/daten/2003/04/15/146539.html
Des Sängers Traum
Erschienen in Münchner Merkur, 25.02.2003
http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/dergefuehlsmensch-r.htm
Die Reise über den Horizont
Übersetzt von Elke Wehr
Erschienen bei Klett-Cotta, 205 Seiten, ISBN: 3-608-93239-9
Inhalt:
Ein amüsantes Spiel um Geheimnisse, Verbrechen, Intrigen und Liebe.
Wie die großen Abenteuerromane des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als deren Hommage "Die Reise über den Horizont" zu verstehen ist, hat auch dieser Roman als roten Faden die Geschichte einer Expedition: Kapitän Kerrigan, ein exzentrischer Millionär, keineswegs ein "unbeschriebenes Blatt", stellt eine Antarktis-Expedition zusammen, an der Wissenschaftler und Schriftsteller teilnehmen sollen.
Doch die Reise, wie der Titel andeutet, ist nichts weiter als ein Vorwand, eine Phantasmagorie, aus der sich ein Drama entwickelt. Meisterhaft erzählt als ein Buch im Buch werden der Abenteuerreise Kerrigans andere Begebenheiten hinzugefügt, andere Personen, ebenso romanhaft, die an die großen Meister wie Joseph Conrad, Henry James und vor allem Conan Doyle erinnern.
Und in pittoresken Szenen mit geheimnisvollen Manuskripten, Edwardian Ladies, berüchtigten Geschäftsleuten, unaufgeklärten Todesfällen, einer rätselhaften Entführung, ungleichen Duellen und Seelandschaften entfaltet sich eine turbulente Geschichte.
Rezensionen:
Berauschende Doppelfiktion
Erschienen in literaturkritik.de, Nr.9, September 2002
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=5306&ausgabe=200209
Expedition in die Finsternis des Herzens
Erschienen in Stuttgarter Zeitung, 23.08.2002
http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/diereiseueber-r.htm